BIBs erstes Jahr

von Rolf Verleger

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Förderer von BIB,

wir haben in diesem Jahr unser „Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung“ (BIB) gegründet. Rechtzeitig zum Jahresende ist dies nun ein e.V. geworden, und mit Bescheid vom 14.12. ist uns vom Finanzamt Lübeck die Gemeinnützigkeit bestätigt worden.
Unser „Bündnis“ ist etwas Besonderes, weil sich hier palästinensische, jüdische und deutsche Deutsche zusammengetan haben. Unser Ziel ist, in Deutschland dafür zu arbeiten, dass das Besatzungs- und Landraubregime Israels über die Palästinenser nicht mehr länger toleriert wird. Rupert Neudeck hatte in seinem letzten Lebensjahr noch das glückliche Händchen, den Kern unserer Gruppe in dieser Mischung und mit diesem Ziel zusammenzubringen. Es war sein größter Wunsch, und wir werden daran weiterarbeiten.

Die Bedingungen dafür sind nicht einfacher geworden, in Zeiten, in denen die Türkei die Menschenrechte mit Füßen tritt, Syrien zu einem Schlachtfeld geworden ist, der IS sich in Syrien und Irak einigelt, Saudi-Arabien den Jemen bombardiert und diese Gewalt auch nun auf Deutschland in Form terroristischer Attentate zurückschlägt. Israel erscheint als ein Anker der Stabilität in einer kranken Umgebung. Aber ist die jahrzehntelange uneingeschränkte Unterstützung der israelischen Völkerrechtsverletzungen durch unsere westliche Welt nicht ein wesentlicher Grund für die im Nahen Osten herrschende Gesetzlosigkeit und Perspektivlosigkeit?

Sie haben vielleicht gemerkt, dass wir in unserem ersten Jahr noch auf der Suche waren, wie wir uns am besten in die öffentliche Diskussion einbringen können. Wir haben Kampagnen gemacht: Zur Freilassung der Wehrdienstverweigerin Tair Kaminer, gegen Israels Landraub durch Mauerbau im Cremisan-Tal, gegen die Hinrichtung eines wehrlosen palästinensischen Attentäters durch Kopfschuss, für Information in der Tagesschau über die ungerechte Wasserverteilung durch die Besatzer. Unvermeidlich haben wir damit auch das Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt, wenn immer politische Freunde des israelischen National-Chauvinismus Kritik an Israels Vorgehen als antisemitisch darzustellen versuchen. Aber wir haben das Recht auf unserer Seite und die besseren Argumente.
Diese besseren Argumente zeigt beispielsweise der Israeli Omri Boehm, manchen von uns durch seine Artikel in der ZEIT bekannt. Er hat am 20.12. in der New York Times den Widerspruch zwischen der israelischen Staatsideologie und liberaler Weltanschauung auf den Punkt gebracht.

Nun haben wir begonnen, wöchentlich über die Auswirkungen der israelischen Besatzung ausführlich im „BIB Thema der Woche“ zu berichten und wollen dies fortsetzen. Im kommenden Jahr, da die Besatzung sich zum 50. Male jährt, wollen wir unsere Bemühungen für einen Wandel in der deutschen Politik, den Medien und der Öffentlichkeit verstärken. Wir wollen ein kontinuierlich arbeitendes Zentrum aufbauen.

Dafür brauchen wir eine kontinuierliche verlässliche Finanzierung – und sind dabei auf Ihre Hilfe angewiesen. Daher meine Bitte an Sie: Werden Sie unser Fördermitglied! Unterstützen Sie uns auf dem Weg zu einem gerechteren, menschenfreundlichen, für alle seine Bewohner lebenswerten Israel und Palästina! Anträge auf Fördermitgliedschaft finden Sie hier.
Unsere Kontonummer: DE43 254513450051057958.

Mit den besten Wünschen für die Feiertage
auch im Namen meiner Vorstands-Kollegen Martin Breidert und Yazid Shammout,

Unterschrift RV.png

rolf_verleger_web

 

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5 Gedanken zu “BIBs erstes Jahr

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Gründung und Etablierung von BIB! Ebenso zum Erhalt der Gemeinnützigkeit. Ich bin gespannt und wach, was 2017 im unrühmlichen 50. Besatzerjahr Israels über Palestina, an Bewußtsein und Aktionen auf den Weg gebracht wird. Nicht nur von BIB, aber auch von BIB. Ihre Arbeit ist wichtig, auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingsbewegungen weltweit.

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  2. Ich schaue immer wieder herein und verlinke, wenn es passt.
    Herzlichen Gruß aus Berlin
    Angela Franke
    Ps.: Schade, dass der Link zu dem NewYork Times-Artikel nur zu Facebook führt. Schlecht, wenn man nicht bei Fakebook ist.

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  3. Lieber Herr Verleger, nur zur Kenntnisname, ich bin jetzt auch Fördermitglied von BIB, und weiterhin sehr an Neuigkeiten etc interessiert. Ein gutes gesundes neues Jahr Herzliche Grüße Lene Seggel-Borchert, Heidelberg

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